Donau-Ausbau ohne Staustufen

Es ist ein schöner Erfolg. Ein Erfolg der Naturschützer und ein Erfolg der Opposition im Bayerischen Landtag. Die Staatsregierung hat sich am 27.2.  erwartungsgemäß für den sanften Ausbau der Donau ohne Staustufen zwischen Straubing und Vilshofen und für einen verbesserten Hochwasserschutz entschieden. Dies zeigt, dass vernünftige und tatsächlich zukunftsorientierte Argumente gegen umweltzerstörende Betonfantasien gewinnen können. Auch wenn reiner Hochwasserschutz ohne jeden weiteren Ausbau noch umweltverträglicher gewesen wäre, ist die jetzige Lösung doch besser als ein Ausbau mit Staustufen.

Nur: Das alles hätte man schon viel früher haben können. Die Bayerische Staatsregierung hat sich aber jahrzehntelang vehement für den Ausbau mit Staustufen eingesetzt. Die heutige Entscheidung ist daher auch ein Eingeständnis einer jahrzehntelangen falschen Politik der Staatsregierung, vorbei an den Menschen und der Umwelt. Hätte die Staatsregierung von Anfang an auf die richtigen Argumente und Vorschläge der Grünen, des BUND Naturschutz, der Menschen vor Ort und anderen gehört, man hätte viel Zeit und viele Millionen Euro Steuergelder sparen können.

Der Einsatz geht nun weiter: Eine weitere ökologische Optimierung der jetzt beschlossenen Ausbauvariante wird zurecht von vielen Beteiligten gefordert. Und: Die Donau soll von Regensburg bis Passau mit ihrem Herzstück Isarmündung das UNESCO-Prädikat „Welterbe der Natur und Kultur“ bekommen.

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Das heutige Ergebnis ist dem unermüdlichen Einsatz von unzähligen Aktiven, vielen Organisationen und Parteien zu verdanken, die von vornherein den richtigen Weg gesehen haben und über Jahre für diesen Erfolg gestritten haben.

Ich persönlich freue mich natürlich besonders, dass Grüne und BUND Naturschutz über all die Jahre eine führende Rolle beim Einsatz für die frei fließende Donau gespielt haben.

 

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