Ölbohrungen im Amazonas – Erneuerbare Energien notwendiger denn je

Ecuador hat nun nach vielen Jahren zähen Ringens Ölbohrungen im Yasuni-Nationalpark im Amazonas-Gebiet erlaubt. Der Yasuni-Nationalpark ist eines der artenreichsten Gebiete der Erde, eine Schatzkammer der Natur. Zuvor hatte Ecuador die Weltgemeinschaft gebeten, dem Land 3,6 Milliarden Dollar zu bezahlen, wenn es den Nationalpark unangetastet lässt – das ist weniger als das, was Ecuador mit dem Öl verdienen kann. Und ein solcher “Handel” ist durchaus im Sinne der Weltgemeinschaft. Seit Jahren debattiert man über den so genannten “REDD-Mechanismus”, der (grob) besagt, dass ein Land, das seine Wälder nicht abholzt und damit das Klima schont, dafür Ausgleichszahlungen erhält. Die Verhandlungen kommen jedoch nicht voran. Der Fall Yasuni-Nationalpark wäre ein Beispiel gewesen, an dem man hätte sehen können, ob es funktioniert und ob die Staaten dieser Erde Interesse am Schutz der Natur und des Klimas haben. Aber weit gefehlt. Einer der ersten, der gesagt hat, dass sein Land nichts bezahlt, war der deutsche Entwicklungshilfeminister Niebel (FDP). Nicht nur, dass er damit unbeeindruckt dem Niedergang unserer lebensnotwendigen Natur und Artenvielfalt, dem Niedergang des Klimas durch Entwaldung und dem Verbrennen von noch mehr Öl zusieht, er und seine Bundesregierung stehen bei der Energiewende gleichzeitig fröhlich auf der Bremse. Und das ist auch in diesem Fall schlecht. Denn hätten wir die Energiewende schon und hätten wir schon 100% Erneuerbare Energien, wäre das Öl unter Ecuador nicht mehr so wichtig. Und der Urwald wäre gerettet. Aber das interessiert Herrn Niebel und seine Kolleginnen und Kollegen leider überhaupt nicht. Welchen Plan sie hier verfolgen, erschließt sich mir nicht – es ist jedenfalls kein guter.

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