Gründe für die Energiewende 4: Umweltprobleme bei der Förderung fossiler Energiequellen

An neue Ölvorkommen kommt man neuerdings vor allem im Meer, oft nur noch in der Tiefsee. Die Katastrophe der „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko ist uns allen noch in Erinnerung. Es war die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA, die Folgen werden noch viele Jahrzehnte spürbar sein. Die „Deepwater Horizon“ hatte eine tägliche Fördermenge von 27.855 Barrel Öl und war somit eine eher kleine Bohrinsel. Moderne Bohrinseln fördern bis zu 180.000 Barrel Öl pro Tag. Man mag sich ausmalen, was eine vergleichbare Katastrophe bei einer solchen Bohrinsel bedeuten würde. Und dass es weitere Unfälle geben wird, kann angenommen werden. Weltweit gibt es ca. 3.000 Bohrinseln in den Meeren. In der Nordsee stehen alleine ca. 500 Bohrinseln. Bald werden diese Umweltrisiken auch in der Arktis stehen.

In Kanada wird Öl über das umweltzerstörerische Auswaschen von Ölsanden gewonnen. Ölsand ist ein Gemisch aus Sand, Lehm (oder Ton), Wasser und Bitumen („Erdpech“). Die Umweltzerstörung und Landschaftsvernichtung durch Ölsandabbau wird in diesem Papier von Greenpeace sehr gut dargestellt.

Die Gasförderung hat einen neuen Schub bekommen: Fracking. Das Pumpen von Giftstoffen in die Erde, um Gesteinsformationen aufzubrechen und offen zu halten, damit man an „unkonventionelle Gaslagerstätten“ kommt, ist vor allem für das Grundwasser eine Umweltgefahr größten Ausmaßes, wie Berichte aus den USA zeigen.

Der Kohleabbau hinterlässt auch bei uns in Deutschland Schneisen der Verwüstung. So wie bei „Garzweiler“ (so hieß das erste Dorf, das abgesiedelt wurde).

Uranförderung z.B. im Niger ist eines der größten Umweltprobleme in diesem Land.

Dies alles könnte beendet werden, wäre die Energiewende bereits vollzogen. Windräder oder Geothermieanlagen mögen nicht jedem gefallen und sie sollen auch nur dort errichtet werden, wo sie Natur und Landschaft nicht schädigen. Ihre Umweltauswirkungen sind im Vergleich zur Natur- und Landschaftsvernichtung bei der Förderung fossiler Energieträger jedoch vernachlässigbar.

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