Landwirtschaft neu denken

Ich setze mich ein

  • für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik
  • für eine Landwirtschaft ohne Massentierhaltung
  • für eine vielfältige bäuerliche Landwirtschaft im Einklang mit der Natur
  • für eine nachhaltige ökologische Landwirtschaft
  • für informierte Verbraucherinnen und Verbraucher mit gesicherten Rechten

Die fortschreitende industrielle Produktion führt zu immer mehr Fehlentwicklungen in der Landwirtschaft. Der Einfluss multinationaler Agrarkonzerne wächst. Artensterben, Lebensmittelskandale, quälerische Massentierhaltung, Unmengen Düngemittel und Gentechnik sind nur einige Stichworte in diesem Zusammenhang. Billigfleisch und Billigmilch sind keine Zeichen des Wohlstandes einer Gesellschaft, sondern einer „Nach uns die Sintflut“-Mentalität. Es ist nicht egal, wie wir unsere Lebensmittel erzeugen. Wir wollen sichere Lebensmittel ohne Gentechnik, chemische Substanzen, Antibiotika und Pestizide. Wir wollen eine vielfältige bäuerliche Landwirtschaft, die sich im Einklang mit der Natur befindet und die Rechte der Tiere achtet.

Rund ein Drittel aller klimaschädlichen Gase weltweit gehen auf das Konto der industriellen Landwirtschaft. Aber es geht auch anders. Eine umweltfreundliche und naturverträgliche Landwirtschaft kommt ohne all das aus, was die Klimabilanz nach oben treibt. Sie arbeitet ohne Überdüngung. Sie strebt nicht danach, möglichst viele Tiere auf eine begrenzte Fläche zu zwängen und Wälder für den Anbau von Futtermitteln abzuholzen. Und sie erhält wertvolle Wiesen, Weiden und Moore als wichtige CO2-Speicher.

Wir wollen deshalb

  • den Flächenanteil des Ökolandbaus deutlich ausbauen
  • artgerechte Tierhaltung fördern
  • dezentrale Agrarstrukturen sowie regionale Verarbeitung und Vermarktung unterstützen
  • grundsätzlich gentechnikfreie Lebens- und Futtermittel
  • die Vergabe von europäischen Agrargeldern an ökologische und soziale Kriterien binden
  • Massentierhaltung abschaffen

Das System der Massentierhaltung verursacht nicht nur großes Tierelend, sondern wird zunehmend auch zu einer direkten gesundheitlichen Gefährdung für den Menschen. Die rücksichtslose industrielle Produktion von Lebewesen und der internationale Fleischverzehr haben ein Ausmaß angenommen, das nicht mehr erträglich ist – weder für die individuelle Gesundheit noch für unseren Planeten. Die hohen Antibiotika-Rückstände im Fleisch sorgen für immer mehr Resistenzen. Medizinerinnen und Mikrobiologen warnen bereits vor dem Rückfall in ein prä-antibiotisches Zeitalter.

Wir wollen

  • die konsequente Umsetzung des Staatsziels Tierschutz im Tierschutzrecht und
  • im Rechtsvollzug tiergerechte Haltungsvorschriften für alle Nutztierarten und
  • ein Verbot von Qualzuchten und Käfighaltung
  • die Abschaffung der staatlichen Förderung industrieller Tierhaltung und stattdessen
  • Förderung einer tier- und umweltgerechten bäuerlichen Landwirtschaft
  • die Förderung kleiner, regionaler Schlachthöfe, um lange Tiertransporte zu verhindern
  • die Einführung von Produktkennzeichnungen, aus denen deutlich hervorgeht, woher Lebensmittel stammen, wie sie produziert wurden und unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden
  • keine Gentechnik

Die Gentechnik in der Landwirtschaft hat keines ihrer Versprechen eingelöst. Sie fördert weltweit Monokulturen, macht Landwirte abhängig von Saatgutherstellern und stärkt damit die Großkonzerne. Um Erträge zu steigern, werden immer mehr Pestizide und Herbizide (wie z.B. Glyphosat) eingesetzt und die Gefahren für Umwelt, Menschen und Tiere werden größer. Die gentechnikfreie Herstellung von Lebensmitteln muss Vorrang haben und vor gentechnischen Verunreinigungen geschützt werden. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen beim Kauf von Lebensmitteln deutlich erkennen können, ob Gentechnik in der Erzeugungskette eingesetzt wurde.

Wir wenden uns

  • gegen Lebensmittel- und Saatgutmonopole
  • gegen Biopatente und Klonfleisch
  • gegen Gensoja oder Genmais in tierischen Produkten (Fleisch, Milch oder der Käse) und
  • wollen eine klare Kennzeichnung
  • gegen TTIP und CETA – nicht zuletzt auch, weil diese Handelsabkommen der Gentechnik Tür und Tor öffnen

Wir unterstützen die Forderung und Umsetzung, gentechnikfreie Regionen und Bundesländer auszurufen.

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