Denkmalschutztour 2021

Dienstag, 13. Juli 202115:00 Uhr

Einladung
Denkmalschutztour 2021 „DenkMal – Herausforderung und Chance“
Freiluft-Kletterfelsen in Thalkirchen
13. Juli 2021, 15 bis 17 Uhr

Im Rahmen der diesjährigen Denkmalschutztour kommt die denkmalpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion Dr. Sabine Weigand nach München. Mit dem umweltpolitischen Sprecher Christian Hierneis besucht sie den sogenannten „Schrein“ auf dem Gelände der Kletteranlage des Deutschen Alpenvereins (DAV) in Thalkirchen. Begleitet werden die Abgeordneten von lokalen grünen Mandatsträger*innen.

Zum Höhepunkt der Freikletter-Bewegung wurde 1988/89 in Thalkirchen der erste Freiluft-Kletterfelsen der Stadt errichtet. Er steht am Beginn der großen Erfolgsgeschichte des Kletter- und Bouldersports in Bayern. Ohne ihn wäre auch die heutige, nach eigenen Angaben weltgrößte Kletter- und Boulderanlage des Deutschen Alpenvereins (DAV) in Thalkirchen mit inzwischen 7.800 qm Kletterfläche nicht denkbar.

Mit großer Besessenheit zum Detail wurden felsähnliche Strukturen in Beton gegossen und Kletterrouten aus dem Wilden Kaiser und dem Karwendel nachgebildet. Bis heute gilt er als architektonische Meisterleistung, die sich perfekt in die Topographie einfügt. Tausende Münchnerinnen und Münchner haben über ihn ihre Liebe zum Freiklettern entdeckt. Seit Beginn der Corona-Pandemie erfreut er sich bei vielen einer neuen Beliebtheit.

Seit einiger Zeit will der Deutsche Alpenverein (DAV) die Wand abreißen, um Platz für den Bau einer dritten Boulderhalle zu schaffen. Kritiker weit über Sendling hinaus wollen den Abriss verhindern. München würde ein einmaliges Baudenkmal verlieren, dessen Bedeutung für die Geschichte der Freikletterei nicht hoch genug einzuschätzen ist. Sie monieren außerdem, dass der Bau zu Einschnitten in eine der wichtigen Frischluftschneisen der Stadt, zu Eingriffen ins Grün durch Nutzungsintensivierung und zu einer höheren Verkehrsbelastung für die angrenzende Wohngegend führt. Der Bezirksausschuss Sendling teilt die Bedenken. Das Landesamt für Denkmalpflege soll jetzt prüfen, ob der „Schrein“ unter Denkmalschutz gestellt werden soll.

Bei dem Besuch wollen wir uns über die Argumente von Abrissbefürwortern und -gegnern informieren und über die Frage diskutieren, welche Möglichkeiten und Chancen der Denkmalschutz für den Erhalt bietet.

Interessenten sind herzlich eingeladen.

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