Herdenschutz statt Gewehre

Am 17. Januar, als die Regierung von Oberbayern die Abschussgenehmigung für den Wolf „GW2425m“ erteilt hat, lag dieser bereits fast 400 Kilometer von Oberbayern entfernt tot im Straßengraben.

Christian Hierneis: „Hier zeigt sich, dass Weidetierschutz mit der Waffe sinnlos ist. Dieser Wolf war längst über alle Berge, als er zum Abschuss freigegeben wurde. Er hätte in Bayern keine Schafe mehr gerissen, egal wie viele Gewehre ausgepackt worden wären. Was wir brauchen, sind keine Schießgenehmigungen, sondern umfassenden Herdenschutz. Dann hätte dieser Wolf gar keine Weidetiere reißen können. Und wenn dann der nächste Wolf kommt, hilft es gar nichts, wenn der letzte Wolf nicht mehr da ist, egal ob tot oder abgewandert, solange die Weidetiere nicht geschützt sind.

Leider hat die Staatsregierung hier bisher total versagt. Wir brauchen endlich eine bayernweite Förderung der Herdenschutzmaßnahmen, in die auch die Behirtung aufgenommen werden muss. Und wir brauchen eine individuelle, umfassende und flächendeckende Beratung der Weidetierhalter zum Herdenschutz.
Diese Abschussgenehmigung war nichts als reines Wahlkampfgetöse von Ministerin Kaniber und der Staatsregierung. Geholfen hat sie niemandem. Ganz abgesehen davon, dass die Abschussgenehmigung von vorneherein rechtlich unhaltbar war.“

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